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Stockholm,
15. Feb 2005
Der Großteil der bisherigen Studien zu den positiven Auswirkungen
von Alkohol auf die Gesundheit wurde mit Männern durchgeführt.
Derzeit ist nicht erforscht, warum geringe Mengen von Wein
der Gesundheit des Herzens förderlich sind. Die Teilnehmerinnen
wurden ersucht, ihren Alkoholkonsum im Laufe eines Jahres aufzuzeichnen.
Nach mindestens einem Jahr wurde 24 Stunden lang ein EKG während
des Alltags der Teilnehmerinnen durchgeführt. Damit wurden
Schwankungen in der Herzfrequenz (HRV) ermittelt. HRV bezeichnet
die Veränderungen in den Zeitintervallen zwischen den einzelnen
Schlägen des Herzens. Verringerte Zeitintervalle wurden mit
einem erhöhten Risiko einer Herzerkrankung und des Todes in
Zusammenhang gebracht. Eine Verringerung der Intervalle legt
nahe, dass das Herz weniger gut in der Lage ist auf Erfordernisse
wie der Erhöhung des Blutflusses während körperlicher Aktivitäten
zu reagieren.
HRV war bei jenen Frauen am höchsten, die mehr als fünf Gramm Alkohol täglich
zu sich nahmen. Das entspricht mehr als einer halben Standardeinheit. Am geringsten
war dieser Wert bei Frauen, die keinen Alkohol zu sich nahmen. Weitere Analysen
zeigten, dass die Art des konsumierten Alkohols entscheidend war. HRV war bei
jenen Frauen am höchsten, die Wein tranken.
Diese Ergebnisse blieben gleich auch
als Faktoren wie Alter, Gewicht und Rauchgewohnheiten berücksichtigt wurden.
Bier und Schnaps hingegen hatten wenig Einfluss auf HRV. Der Wissenschafter Staffan
Ahnve erklärte gegenüber BBC News, dass das Trinken von Wein möglicherweise das
Nervensystem beruhige. Das könnte wiederum einen positiven Einfluss auf den Herzrhythmus
haben. Menschen, die Wein tranken, schliefen ebenfalls besser, was auch zur Entspannung
beitragen könnte.
pressetext.austria
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