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Belfast (pte, 22. Jul 2004)
In einem Teil ihrer Studie
identifizierte das Team 60 Föten,
die im Mutterleib an ihrem rechten Daumen nuckelten und 15,
die an ihrem linken Daumen saugten. Als die Kinder im Alter
von zehn und zwölf Jahren wieder untersucht wurden, zeigte
sich, dass alle 60 Kinder der ersten Gruppe zu Rechtshändern
geworden waren. Zwei Drittel der zweiten Gruppe waren Linkshänder.
Der Rest schien die bevorzugte Hand gewechselt zu haben.
In
einem weiteren Test konnte nachgewiesen werden, dass neun von
zehn Föten bereits im Alter von 15 Wochen das Saugen am rechten
Daumen bevorzugten. Diese Verteilung entspricht der Verteilung
von Rechts- und Linkshändern in der Gesamtbevölkerung. Zusätzlich
konnten Beweise dafür gefunden werden, dass die Föten noch
früher beginnen eine Hand der anderen vorzuziehen. Mit zehn
Wochen sind die Föten noch zu klein, um an den Daumen zu nuckeln.
Sie beginnen jedoch bereits mit entsprechenden Bewegungen ihrer
Hände.
Laut dem leitenden Wissenschaftler Peter Hepper geschehen
Bewegungen im Alter von zehn Wochen noch nicht unter der Kontrolle
des Gehirns oder bewusst. Die Nervenverbindungen vom Gehirn
zum Körper entwickeln sich erst um die 20. Schwangerschaftswoche.
Hepper geht davon aus, dass diese Armbewegungen das Ergebnis
von lokalen Reflexen sind, die mit dem Rückenmark in Zusammenhang
stehen. Eine Seite könnte der anderen vorgezogen werden, da
sie sich etwas rascher entwickelt. Die meisten Experten gehen
laut BBC davon aus, dass die Rechts- oder Linkshändigkeit eines
Menschen als Reaktion auf die Entwicklung seines Gehirns zu
sehen ist.
pressetext.austria
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